Ausrüstung

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Drohnen oder Multikopter, wie sie korrekt heißen, waren für mich lange ein teures Spielzeug für Leute, die zu viel Geld haben oder aber ihren Lebensunterhalt mit Luftaufnahmen verdienen. Zudem hielt ich sie für zu groß und viel zu unhandlich, als dass man sie mal eben bei einem Fotoshooting dabeihaben könnte.

Dann kam der Herbst 2016 und sowohl GoPro mit der „Karma“ als auch DJI mit dem „Mavic Pro“ kündigten faltbare Drohnen an. Begeisterung machte sich bei mir breit. Leider war GoPro zunächst unfähig, die Karma in ausreichender Stückzahl und dann auch noch funktionsfähig zu liefern, sodass der Verkauf kurz nach dem Marktstart wieder gestoppt und auf unbestimmte Zeit verschoben wurde. Somit stand nur noch der Mavic Pro zur Debatte und nach einigen Wochen/Monaten des Abwägens von Für und Wider bestellte ich das neue „Spielzeug“. Die Lieferzeit hatte sich zwischenzeitlich auch deutlich verbessert und so konnte ich das Paket schon bald darauf in den Händen halten. Die ersten Motive wurden selbstverständlich rund um die Nachbarschaft aufgenommen und so konnte ich einige schöne Fotos aus der Luft der untergehenden Sonne über dem Main oder auch Panoramen meiner Heimatstadt Rüsselsheim am Main machen. Auch bei unserem Wochenendtrip in München war die Kleine dabei und hat über dem Tegernsee ihre Runden gedreht.

Nach wie vor bin ich Foto- und kein Videograf. Deswegen werde ich die Drohne auch vorrangig zum Aufnehmen von Bildern und nicht von Filmen nutzen. Ob ich sie im Sommer mit in die USA und Kanada nehmen werde, weiß ich heute noch nicht. Die bürokratischen Hürden und vor allem Fallen in Nordamerika sind teilweise nicht so ganz leicht zu durchschauen und die Strafen drastisch; da möchte ich wohl lieber kein Risiko eingehen.

A propos Bürokratie: Auch in Deutschland gelten gesetzliche Regeln. Daher nutze ich die Drohne rein privat und nicht für Aufträge. Die obligatorische Haftpflichtversicherung habe ich über eine Einzelmitgliedschaft im DMFV abgedeckt (Form IV mit vier Millionen Euro Deckungssumme). Voraussichtlich ab Ende April gilt dann noch die Kennzeichenpflicht. Da bin ich beim BVCP fündig geworden und habe mir eine Aluminium-Plakette in der kleinsten Version von 30×15 mm bestellt. Diese werde ich wahrscheinlich am Heck über der Status-LED befestigen.

Hier jetzt noch ein paar Luftaufnahmen von Rüsselsheim.

Collage 2016

Fotos zum Jahresrückblick 2016

Gefühlt hat man gerade den Bericht für 2015 online gestellt, da schreibt man schon wieder am nächsten Jahresrückblick. Was gibt es von 2016 zu berichten? Nun, es war ein sehr ereignisreiches Jahr – sowohl in positiver, aber leider auch in negativer Hinsicht.

Lightroom zeigt mir ca. 10.000 Fotos für dieses Jahr an, aber diese haben sich eher auf wenige „große“ Termine verteilt: Drei Engagement Shootings, zwei Hochzeiten und nicht zu vergessen unser Sommerurlaub. Deshalb werde ich auch nicht zu jedem einzelnen Monat etwas schreiben, sondern nur zu den ereignisreichsten. 🙂

Im Februar fragte mich eine Kollegin nach ein paar Bildern, die sie online bzw. als Geschenk verwenden könne. Diesem Wunsch kam ich natürlich gerne nach und wir haben dafür die tiefstehende Sonne im Rüsselsheimer Stadtpark bzw. am Mainufer genutzt. Außerdem hielt endlich das Nikkor 200-500 5.6 bei mir Einzug, auf das ich schon seit ein paar Monaten wartete.

Anfang April stand das Kennenlerngespräch und ein paar Probebilder mit Claudine und Florian an, deren Hochzeit ich einen Monat später begleiten durfte. Ich mag es, den Rüsselsheimer Stadtpark und die untergehende Sonne dafür zu nutzen. Auch ihre Schwester Jasmin wird bald heiraten und deren Engagement Shooting stand ebenfalls diesen Monat an. Dafür haben wir einen schönen Frühlingstag genutzt und uns am Mainufer in Hattersheim getroffen. Das Shooting mit den beiden hat viel Spaß gemacht und ich freue mich auf die Hochzeit im Januar. Außerdem wurde unser neuer „Nobelhobel“ endlich ausgeliefert: ein metallicbrauner Opel Astra SportsTourer mit allem möglichen Schnickschnack. Nach dem Kompromiss mit dem Zafira B in den letzten Jahren haben wir uns darauf besonders gefreut. 🙂 Die erste größere Fahrt damit war zum Flughafen Frankfurt-Hahn, um einen Tagestrip in London zu verbringen. Mit dabei war auch mein neuer Compagnon Backpack. Eigentlich wollte ich ja keinen Fotorucksack mehr, aber der von Compagnon ist eben nicht nur praktisch, sondern sieht auch noch gut aus. Daher konnte ich mich nicht zurückhalten mit der Bestellung. In der Grundschule werde ich auch immer öfter gebeten, Fotos zu machen. Diesen Monat war es die Präsentation der Projektwochenarbeiten.

Der Mai fing wunderschön mit einer tollen Hochzeit an. Claudine und Florian an ihrem Tag in Büdingen bzw. Bruchköbel zu begleiten, hat mir wieder viel Freude gemacht und es sind tolle Erinnerungsfotos für die beiden entstanden.
Leider hatten wir zwei Wochen später eine sehr traurige Nachricht zu verarbeiten; es gibt Erlebnisse, die man auch seinem schlimmsten Feind nicht wünscht. 🙁 Seitdem beschäftige ich mich mit dem Gedanken, mich als Fotograf bei dein-sternenkind.eu zu registrieren. Bisher konnte ich mich allerdings noch nicht endgültig dazu durchringen, das Bewerbungsformular abzuschicken. Zu groß ist noch die „Furcht“ vor der Verantwortung. Aber ich werde mich weiter damit befassen.

Im Juni holte die Grundschule Innenstadt ihren Umwelttag nach, bei dem die Schulkinder erneut mit viel Elan die Rüsselsheimer Innenstadt vom Müll befreiten. Ich durfte erneut einige Fotos für die Homepage der Schule beisteuern.

Der Juli hat wieder einige Fotos auf die Speicherkarten gebracht. So hat die Grundschule ihr Sommerfest gefeiert, bei dem ich wieder die Reportage geliefert habe. Außerdem hatten wir wieder unseren Kongress in der Frankfurter Commerzbankarena und mein Bruder hat sich verlobt und wollte natürlich ebenfalls gerne ein paar Bilder haben.

Im August ging es endlich in den lang ersehnten Sommerurlaub. Nachdem uns Cornwall im Vorjahr in den Bann gezogen hatte, wollten wir diesmal etwas mehr Zeit dort verbringen. So verlief die Route in diesem Jahr über Frankreich, Spanien nach England. In Frankreich verbrachten wir zunächst wieder eine Woche auf dem Hausboot (für mich nach wie vor die entspannendste und erholsamste Art Urlaub). Von dort aus ging es mit einem zweitägigen Zwischenstopp in Bilbao nach Santander, wo wir mit der Fähre nach Plymouth übersetzten. Nach eineinhalb Wochen in Cornwall machten wir uns dann wieder auf den Weg nach Hause. Vor dem Urlaub hatte ich mir noch kurzfristig eine GoPro Hero 4 Black gekauft, die ich während des Urlaubs gerne einsetzte. Gerade die Tatsache, dass das Gehäuse wasserdicht ist, bringt ganz neue Möglichkeiten beim Fotografieren.

Im September traf ich mich mit Alisson und Sven für das Vorgespräch ihrer Hochzeit im November.

Anfang Oktober nahm ich wieder an der Skylight-Tour in Frankfurt teil. Bei Nacht die illuminierten Frankfurter Mainbrücken zu passieren bzw. zu fotografieren, ist wirklich toll. Und ich habe fest vor, auch in 2017 wieder dabei zu sein. Außerdem habe ich das lange Tele im Zoo

Der November brachte dann neben dem sogenannten Supervollmond, den ich diesmal mit 500 mm einfangen konnte, die nächste Hochzeit. Alisson und Sven hatten sich ein Indoor Shooting im Skyline Plaza gewünscht, das uns allen sehr viel Spaß gemacht hat. Es ist faszinierend, wie Kunden Rücksicht nehmen, stehenbleiben und alles Gute wünschen oder wie Ladeninhaber uns nachrufen, wir sollen doch auch in ihrem Laden bitte ein paar Bilder machen.

Das war also 2016. Und wenn ich die zwölf Monate nun mit dem Ausblick im 2015er Rückblick vergleiche? Das Thema Monitorkalibrierung habe ich (leider) nochmals verschoben. Nikon hat endlich das lange Telezoom liefern können und Compagnon hat in mir einen festen Kunden gefunden. So hielt nicht nur der erwähnte Backpack bei mir Einzug, sondern auch der Little Messenger. Diese kleine Tasche ist bestens geeignet, wenn man mal nur das „kleine Besteck“ dabei hat. A propos kleines Besteck: Von meiner Fuji X-E2 musste ich mich leider verabschieden – auf dem Weg zum Reparaturservice hat DHL gemeint, das Paket verlieren zu müssen. Die 500 Euro Paketversicherung waren da nur ein schwacher (genaugenommen halber) Trost. 🙁

Was erwarte ich von 2017? Das Thema Drohne schwirrt noch immer sprichwörtlich in meinem Kopf herum. Da aber GoPro seine Karma erst nicht liefern konnte und dann ganz aus dem Verkehr gezogen hat, konzentriere ich mich zurzeit auf den DJI Mavic Pro. Wenn da nur das liebe Geld nicht wäre. Ob ich die gestohlene Fuji ersetze, steht noch nicht fest. Irgendwie vermisse ich eine kleine „Immer-dabei“ ja schon. Mal sehen, was die nächsten Monate bringen. Fest steht dagegen der Sommerurlaub. Da haben wir uns diesmal für ein Reiseziel außerhalb Europas entschieden: Kanada wird es in 2017 werden und die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Wir sind sehr gespannt. 🙂 Gespannt bin ich auch auf die verschiedenen Hochzeiten, die bald anstehen: So darf ich im Januar Jasmin und Manuel und eine Woche später in Bayern Mary-Liz und Michael an ihren besonderen Tagen begleiten. Im Februar folgen dann Lea und mein Bruder Felix. Das neue Jahr wird also einiges für uns parat halten. 🙂

www.compagnonfan.de
Schon seit langem mache ich kein Geheimnis draus, dass ich ein großer Fan der Fototaschen von Compagnon bin. Und so schwebt mir auch seit einiger Zeit vor, eine kleine – ich sage mal –
„Fanseite“ zu machen. Dort möchte ich einfach meine Compagnons beschreiben und Fotos davon zeigen.

Nun hätte mir lange der Name Compagnonfreak gefallen, aber ich bin zu dem Schluss gekommen, dass die „Freak“-Seiten eindeutig und ausschließlich dem Stativfreak und dem Taschenfreak zustehen 😀

Deshalb lautet der Link zur neuen Seite: www.compagnonfan.de – sozusagen von einem Compagnonfan für Compagnonfans. Viel Spaß beim Ansehen.

Wenn es so etwas wie ein Lieblingsobjektiv gibt, dann ist das bei mir ganz klar das Nikkor 70-200 2.8 II. Und auch, wenn 200 mm Brennweite an einer 36MP-Kamera wirklich einiges an Möglichkeiten im Telebereich abdecken, habe ich mir doch immer mal wieder ein bisschen mehr am langen Ende gewünscht. So zum Beispiel bei Vollmondbildern. Und als Nikon letztes Jahr im Sommer das Nikkor 200-500 5.6 zu einem Traumpreis ankündigte, wusste ich, was die nächste Anschaffung sein wird 🙂 Leider dauerte es bis Anfang Februar, bis Nikon die Nachfrage nach dem guten Teil endlich in ausreichender Stückzahl bedienen konnte. Und so habe ich letzten Monat zugeschlagen und meinen Objektivpark um 300 mm nach oben erweitert.

Nachfolgend drei Bilder des Objektivs auch im Vergleich zum 70-200:

200500
200500
200500

Und hier ein paar erste Testfotos inklusive des jeweiligen 100%-Ausschnitts:

Test01 Test01 Ausschnitt
Aufnahmedaten: 1/250 f/5.6 ISO 1800 / 500 mm / ca. 6 Meter Entfernung

Test02 Test02 Ausschnitt
Aufnahmedaten: 1/250 f/5.6 ISO 2500 / 410 mm / ca. 6 Meter Entfernung

Test03 Test03 Ausschnitt
Aufnahmedaten: 1/200 f/5.6 ISO 100 / 500 mm / ca. 30 Meter Entfernung

Test04 Test04 Ausschnitt
Aufnahmedaten: 1/500 f/8 ISO 220 / 500 mm / ca. 1000 Meter Entfernung

Test05 Test05 Ausschnitt
Aufnahmedaten: 1/320 f/5.6 ISO 2000 / 500 mm / ca. 10 Meter Entfernung

Was nehme ich aus diesen ersten Erkenntnissen nun mit?

  • Der Bildstabilisator arbeitet sehr zuverlässig
  • Die Schärfe kommt nicht an mein geliebtes 70-200 ran, aber das habe ich auch nicht erwartet.
  • An den Rändern meine ich, eine leichte Abschattung/Vignettierung auszumachen, aber ein Klick in Lightroom hat diese schnell beseitigt
  • 500 mm Brennweite sind schon was spezielles und nichts, was man jeden Tag braucht
  • Das merkt man auch am Gewicht: Die Konfiguration wie auf dem S/W-Bild ganz oben bringt 3690 g auf die Waage und ist nichts, was man jeden Tag mit sich rumschleppen möchte 😉

Und schon wieder ist ein Jahr um. Und somit schon wieder Zeit für mich, die Bildersammlung und Kalendereinträge der letzten zwölf Monate durchzugehen und ein Resümee zu ziehen: In 2015 sind wieder über 250GB Fotos in meinem Lightroom-Katalog dazugekommen und es hat einiges an neuer Hardware bei mir Einzug gehalten. Auch gab es wieder zwei Hochzeiten zu fotografieren und ein paar schöne neue und bisher unbekannte Reiseziele zu entdecken. Doch der Reihe nach:

Seit Januar hat mein „alter“ Apple iMac 21″ einen neuen Besitzer und bei mir ist das 27″-Modell mit Retina-Display eingezogen. Damit macht die Bildbearbeitung noch mal so viel Spaß. Irgendwie lustig, wenn man bei den RAWs aus der Fuji nicht mehr reinzoomen kann, weil die volle Auflösung bereits im Entwicklungsmodul von Lightroom angezeigt wird 😀 Nachdem der Rechner fertig konfiguriert war, habe ich mich an die Mammutaufgabe gemacht, alle meine alten Aperture-Bibliotheken nach Lightroom zu schaffen, um ab sofort nur noch mit einer Software zu arbeiten. Die Fuji habe ich in diesem Monat auch etwas weiter getestet und wann immer es ging, ausgeführt.

Im Februar hatte ich ausnahmsweise mal einen freien Sonntagvormittag. Den habe ich genutzt, um dem Hauptfriedhof in Frankfurt einen Besuch abzustatten. Selbstverständlich bin ich gleich morgens zur Öffnung hin, um niemanden zu stören. Es hat schon etwas besonderes an sich, dort zu fotografieren. Die nächste Anschaffung stand ebenfalls an: Das Nikkor 16-35 4.0, um im Weitwinkelbereich unterhalb 24mm ausgerüstet zu sein.

Ende März veranstaltete die Grundschule Innenstadt einen Umwelttag in Rüsselsheim, bei dem die Kinder verschiedene öffentliche Plätze in Rüsselsheim vom Müll befreien sollten. Als die Frage aufkam, wer denn Fotos davon machen könnte, meldete ich mich natürlich gerne. So bin ich die verschiedenen Orte abgefahren und habe überall die aktiven Erst- bis Viertklässler festgehalten. Denen hat die Arbeit und mir das Fotografieren viel Spaß gemacht. Und die Schulleitung und die Stadtverwaltung freuten sich auch noch über die Fotos.

Im April zog die erste Fototasche aus dem Hause Compagnon bei mir ein. Die Weekender ist nach wie vor ein Traum von Fototasche. Den Kauf habe ich bis heute keine Sekunde bereut. Einen der Feiertage haben wir in der Rhön im Roten Moor verbracht, wo natürlich die Kameraausrüstung ebenfalls dabei war.

In den Monaten Mai und Juni war es recht ruhig. Bis auf die Vorbesprechung der Hochzeit im September nichts Erwähnenswertes. Oh, doch: Eine Ausfahrt im Opel Rekord C Cabrio mit dem CEO von Opel anlässlich der Vorstellung von CarUnity. Danke an dieser Stelle nochmals an Herrn Dr. Neumann für diese tolle Gelegenheit. Am Rüsselsheimer Klassikertreffen blieb auch dieses Jahr die Kamera wieder zuhause; es gibt für mich dort seit Jahren einfach zu viel Arbeit und zu wenig freie Zeit zum Fotografieren.

Im Juli waren die Kameras wieder reichlich im Einsatz. Zunächst hatten wir wieder Kongress in der Frankfurter Commerzbankarena. In der Woche darauf waren wir mit vielen Freunden auf einer Schiffstour auf dem Rhein unterwegs. Und noch eine Woche später fand dann endlich die langgeplante Männerradtour am Rhein entlang statt: Mein Papa, mein Bruder, dessen Schwiegerpapa und ich sind mit den Rädern im Zug von Mainz nach Koblenz gefahren und dann ganz gemütlich über zwei Tage hinweg wieder zurück nach Rüsselsheim geradelt.

Für den diesjährigen Sommerurlaub im August hatten wir ein für uns bisher unbekanntes Reiseziel rausgesucht: Cornwall. Seit Jahren träume ich davon, den Südwesten Englands kennenzulernen; in 2015 war es endlich soweit. Ich weiß noch immer nicht, was mir an diesem Urlaub am besten gefallen hat: Das neue Erlebnis, mit dem Euroshuttle zu reisen? Oder die Erfahrung auf der falschen Seite der Straße zu fahren? Die unbeschreibliche Landschaft in Cornwall? Die Fährüberfahrt nach Roscoff? Oder der anschließende Hausbooturlaub im Anjou-Gebiet bzw. der Abschluss in der Bretagne? Ich kann und will mich nicht entscheiden. Es hat alles einfach gepasst!

Der September hatte gleich mehrere Highlights: Zum einen die Hochzeit von Freunden, bei der das Fotografieren bereits morgens um 7:00 beim Friseur begann und nicht vor 0:00 mit den letzten Photobooth-Bildern endete. Dann die IAA in Frankfurt, bei der ich mich dieses Jahr mit dem 50 1.4 auf das Wesentliche zu reduzieren versuchte. Und natürlich der Superblutmond am 28.09. Noch immer bin ich froh, dass ich mir den Wecker mitten in der Nacht gestellt habe. Hätte ich das nicht gemacht, würde ich mich wohl bis zum nächsten Superblutmond im Jahr 2033 ärgern. Und dafür, dass es mein erster Versuch war, eine Mondfinsternis festzuhalten, im komplett manuellen Modus zu fotografieren und mein Brennweitenbereich bei 200mm aufhört, war ich durchaus mehr als zufrieden mit den Ergebnissen. Noch immer ziert eines der Bilder meinen iPhone-Lockscreen.

Im Oktober zog das zweite Compagnon-Familienmitglied bei mir ein: Die Messenger, mit der ich nun endlich ordentlich die Objektive bei mir tragen kann, während die Kamera in der Hand ist. Außerdem standen die nächsten Nachtaufnahmen an, als ich auf einem Ausflugsschiff an der beleuchteten Frankfurter Skyline vorbeifahren konnte. Mittlerweile ist der Fahrplan für 2016 draußen; das muss wiederholt werden!

Der November brachte die zweite Hochzeit dieses Jahres. Erst die standesamtliche Trauung in Deutschland und eine Woche später die Feier in Griechenland. Es war mein erster Trip dorthin, aber ganz sicher nicht der letzte. Ich habe so viele nette Leute getroffen, dass ich hoffe, möglichst bald wieder hinfliegen zu dürfen. Um Speicherkarten, Akkus und Ladegeräte ordentlich in den Taschen verstauen zu können, habe ich mit Wallet und Toolbag die Compagnontaschen Nr. 3 und 4 bestellt. Ich bin echt ein Fan geworden von den tollen Artikeln, die Vitalis und Valentin anbieten.

Im Dezember gab es wieder mehrere Familienfeiern und somit viel zu essen und weniger zu fotografieren. Für die Nachbearbeitung meiner Fotos habe ich mich nun für ein größeres Tablet aus dem Hause Wacom entschieden: Das Intuos Pro M hat mein mittlerweile sechs Jahre altes Bamboo Pen&Touch S abgelöst. Und dann habe ich es kurz vor Jahresende doch endlich noch geschafft, den ND-Filter mal auszuprobieren. Über ein halbes Jahr hat er unbenutzt in der Fototasche gelegen, bevor ich bei Sonnenuntergang dem Main mal „weiches“ Wasser gegönnt habe 😉

Wenn ich diesen Rückblick nun mit dem Ausblick vor zwölf Monaten vergleiche, stelle ich fest, dass die Fuji keine neuen Objektive bekommen hat und ich insgesamt mehrheitlich in sonstige Peripherie investiert habe. Und bei der damals angesprochenen Collage-Software habe ich mich wie empfohlen für ShapeCollage entschieden 🙂 Fotografisch hat mich dieses Jahr aber auch wieder weitergebracht: Schwierigeren Themen wie der komplett manuelle Modus, Nachtaufnahmen oder auch Gegenlichtportraits bin ich da nicht aus dem Weg gegangen 🙂 Und natürlich haben die neuen Reiseziele Bretagne, England und Griechenland sehr viel Spaß gemacht!

Für 2016 hoffe ich, dass Nikon es endlich mal hinbekommt, das schon lange angekündigte 200-500 5.6 ausliefern zu können. Und das Thema Monitorkalibrierung werde ich wohl mal angehen. Urlaubstechnisch ist Cornwall bereits wieder gebucht und im Mai erwarte ich die Auslieferung unseres neuen Opel Astra SportsTourers 🙂 #vorfreude

Collage 2015

Fotos zum Jahresrückblick 2015

Wenn ich für das entfesselte Blitzen einen oder beide Blitzgeräte (ich verwende zwei Nikon SB-700) bodennah oder auf einem Tisch platzieren musste, war das immer eine wacklige Angelegenheit. Die Füße, die zum Lieferumfang der Blitzgeräte gehörten, sind mir zu unflexibel und mein uraltes kleines Hama-Ministativ(chen) konnte das Gewicht kaum halten:

Ministativ01 Ministativ02

Ich suchte daher beim Stativfreak und bei Amazon nach Alternativen und wurde recht schnell mit dem Manfrotto Pixi fündig. Dieses Tischstativ hat drei weit ausladende Beine und einen eingebauten Kugelkopf. Darauf habe ich einen Universalblitzschuh gesetzt, der unten ein 1/4-Zoll-Gewinde hat und somit auf das Pixi geschraubt werden kann. Der Blitz wird in der Aufnahme mit einer kleinen Schraube festgeklemmt. Jetzt können die Blitzgeräte wirklich in alle Richtungen geneigt werden, ohne dass ich ein Umkippen befürchten muss. Die Investition hat sich gelohnt 🙂

Ministativ03 Ministativ04 Ministativ05 Ministativ06 Ministativ07 Ministativ08

Wer sich übrigens fragt, was da noch zwischen dem Blitzschuh und dem Blitzgerät steckt: Das sind Yongnuo-Funkempfänger, mit denen ich die Blitzgeräte per Funk auslöse. 🙂

In Erinnerung an diesen alten Film von 1958 mit Heinz Erhardt hatten mein Bruder und ich schon länger die Idee, mal eine mehrtägige Fahrradtour zu machen. Also setzten wir uns an die Planungen und überraschten damit unseren Papa und seinen Schwiegerpapa, im Juli eine gemeinsame reine Männertour zu machen. Es sollte eine ruhige, gemütliche Tour ohne irgendwelchen Stress werden. Daher planten wir eine leichte, aber landschaftlich schöne Strecke. Mit dem Zug sollte es nach Koblenz gehen und dann mit den Rädern am Rhein entlang bis nach Hause. Bevor es losging, musste aber noch die Ausrüstung aufgestockt werden. So erhielt zum Beispiel mein bisher eher puristisches Mountainbike einen Gepäckträger, Taschen, Hörnchen für den Lenker und eine Halterung für mein iPhone, damit ich dieses unterwegs als Navigationsgerät bzw. Fahrradcomputer nutzen konnte.

Am Freitag, 24. Juli war es nachmittags soweit: Vollgepackt ging es mit dem Fahrrad in Rüsselsheim los nach Mainz an den Südbahnhof. Dort stiegen wir inkl. der Räder in den Regionalexpress, der wegen einer linksrheinigen Sperrung auf der hessischen Seite nach Koblenz fuhr. In Koblenz besuchten wir zunächst das Deutsche Eck und machten uns dann auf den Weg nach Spay, denn dort hatten wir für die erste Übernachtung gebucht.

Am nächsten Morgen hatte die Wirtin der Pension offenbar damit gerechnet, dass wir über Nacht noch ein paar zusätzliche Gäste einladen. Anders kann ich mir das üppige Frühstück, das sie vorbereitet hatte, nicht erklären. Ordentlich gestärkt packten wir wieder die Radtaschen und machten uns auf den Weg. Leider wollte das Wetter so gar nicht mitspielen und so mussten wir bereits nach wenigen Kilometern in Boppard das erste mal die Regenjacken auspacken. Es wurde den ganzen Tag ein ständiges Hin und Her mit dem Wetter und damit den Regenjacken: Auspacken, Anziehen, Ausziehen, Einpacken und wieder von vorne. Bei Fellen (gegenüber von St. Goarshausen) wurde der Regen so schlimm, dass wir im Weingut Lorenz einkehrten und eine fast einstündige Kaffeepause machen mussten bevor es weitergehen konnte. Aber die Unbeständigkeit blieb. Von Bingen ging es dann mit der Fähre nach Rüdesheim, wo wir für die zweite Nacht gebucht hatten. Der Wind hatte nicht wirklich nachgelassen, sodass eine Gondelfahrt zum Niederwalddenkmal ausfallen musste.

Schon war wieder Sonntag und die letzte Etappe stand an. Aber nicht ohne uns an einem reichhaltigen Frühstücksbuffet für den Tag zu stärken. Leider war es aber auch die Strecke mit der am wenigsten schönen Landschaft: Durch Schierstein, Amöneburg und Kastel ging es entweder durch Industrie- und Gewerbegebiete oder an Hauptstraßen entlang. Die schönen Radwege direkt am Rhein sind spätestens ab Biebrich zu Ende.

Was bleibt als Resümee? Unbedingt wiederholen! Und dann auch gerne ein paar Tage länger.

Zum Schluss noch der obligatorische Link zu ein paar Erinnerungsbildern.

MTB_Radtour

Und außerdem ein paar Links mit Empfehlungen zu Ausrüstung, Apps und Übernachtungen:

Nachdem ich nun schon so viel in den sozialen Medien und im privaten Umfeld von der Compagnon Weekender geschwärmt habe, muss ich doch mal zeigen, wie sie gefüllt aussieht. Der Taschenfreak hatte ja schon mal schön anschaulich vorgeführt, dass die Tasche ein echtes Raumwunder ist #flens 😉 Sollte ich mal von der Fotografie die Nase voll haben, weiß ich also heute schon, für was ich das hübsche Täschchen weiterverwenden kann.

Bis dahin packe ich aber folgendes rein:

  • Nikon D800
  • Nikon D600
  • Nikkor 70-200 2.8
  • Nikkor 24-70 2.8
  • Nikkor 16-35 4.0
  • Nikkor 50 1.4
  • Nikon SB-700 (2x)
  • Yongnuo Funkauslöser (6x)
  • Nikon-Akkus für Kameras
  • Eneloop-Akkus für Blitzgeräte und Funkauslöser
  • Ladegeräte für alle Akkus
  • Lexar CF- und SD-Speicherkarten
  • externes Mikrofon
  • B+W ND-Filter 1.8
  • faltbaren Blitzreflektor
  • MacBook Air 11″
  • diverse Kabel
  • Minitaschenlampe
  • Notizbuch, Visitenkarten
  • Spider Dual Camera Holster
  • Natürlich ist die Tasche mit dem Inhalt kein Leichtgewicht mehr. Aber ich hatte sie mir auch nicht unter der Voraussetzung gekauft, dass ich sie viel rumtragen möchte. Sie ist für mich dafür da, immer alles an Equipment sofort griffbereit zu haben und bei Bedarf ins Auto zu stellen. Und genau dafür liebe ich sie 🙂

    Nachtrag, da ich danach gefragt wurde: Die Tasche bringt mit dieser Ausstattung 13,9 Kilo auf die Waage.

    Hier noch drei Bilder, wie das in der Draufsicht aussieht:

    Messenger01

    Messenger02

    Messenger03

    Es fing damit an, dass mich vor einigen Monaten mal wieder ein Bild des digitalen Augenblicks in seinen Bann gezogen hatte und mich wieder daran erinnerte, dass ich das auch schon lange mal ausprobieren wollte: eine Langzeitbelichtung am Meer, mit der man das Wasser so schön weich bekommt 🙂

    Und da zu dieser Zeit auch gerade die Planungen für den Sommerurlaub 2015 liefen, der uns an verschiedene Küstenabschnitte in England und Frankreich verschlagen wird, passte das gut zusammen. Also habe ich mir vor kurzem einen entsprechenden Graufilter bestellt. Dabei entschied ich mich erst mal für die Variante, sechs Stufen abblenden zu können.

    B+W ND-Filter 1.8

    B+W ND-Filter 1.8

    Der zweite Gedankengang war dann, dass ein Weitwinkelobjektiv jenseits der 24 mm auch was feines wäre. Am besten würde natürlich das 14-24 2.8 passen. Aber das ist erstens ein Riesentrümmer, zweitens ordentlich teuer und drittens passt da kein Filter drauf. Auch nicht der neue ND-Filter. Also habe ich mich auf die Suche begeben mit den folgenden Anforderungen: Hersteller Nikon, Brennweite unter 20 mm, Filtergewinde mit 77 mm Durchmesser.

    Entschieden habe ich mich schließlich für das Nikkor 16-35 4.0. Dank Lightroom bekommt man dann auch die massiven Verzerrungen schnell und einfach in den Griff.

    Nikkor 16-35 4.0

    Nikkor 16-35 4.0

    Nun stand ich vor dem nächsten Problem: Wohin mit den neuen Utensilien? Bisher passte alles gerade noch so in meinen Rucksack und die Slingtasche. Aber jetzt muss wohl auch noch eine neue Tasche her. Ich erinnerte mich sofort an eine sehr schicke Ledertasche, die ich mir beim Taschenfreak und auf Facebook schon oft angesehen hatte. Ja, die musste es sein: Die Compagnon Weekender. Und was soll ich sagen? Ich bin begeistert. Ich hätte nie gedacht, dass ein Mann bei einer Tasche so ins Schwärmen geraten könnte 😉

    Compagnon Weekender

    Compagnon Weekender

    Jetzt kann der Urlaub kommen 🙂

    Am Sonntag hatte ich nach langer Zeit mal wieder die Möglichkeit ein Konzert von Chris Rea zu besuchen. Auf der Homepage der Stuttgarter Porsche-Arena war zu lesen, dass bei Konzerten oftmals ein Verbot zu fotografieren besteht, dass aber meistens Handy- oder kleine Digitalkameras geduldet werden. Nun, eine D800 mit 70-200 2.8 wird mir wohl niemand als „kleine Digitalkamera“ abnehmen. Nur Fotos mit dem iPhone zu machen, kam für mich aber auch nicht in Frage. Was also tun? Da ich schon lange auf den Markt der Systemkameras schiele und mich nach einer kleinen „Immerdabei“ sehne, entschied ich mich, den geplanten Schritt einer Neuanschaffung etwas nach vorne zu ziehen.

    So haben meine beiden Nikons nun Gesellschaft von einer Fujifilm X-E2 bekommen. Neben dem beiliegenden Objektiv 18-55 F2.8-4.0 entschied ich mich noch für eine kleine feine Festbrennweite, um auf dem Konzert genug Licht auf den Sensor zu bekommen: Das 35 1.4. Die Ergebnisse können sich wirklich sehen lassen. Auch das Rauschen hielt sich trotz ISO 3200 wirklich in Grenzen. Kurz: Ich bin begeistert 🙂

    Ein paar Bilder vom Konzert gibt es unter diesem Link zu sehen.

    Chris Rea in Stuttgart