Jahresrückblick 2016

Collage 2016
Fotos zum Jahresrückblick 2016

Gefühlt hat man gerade den Bericht für 2015 online gestellt, da schreibt man schon wieder am nächsten Jahresrückblick. Was gibt es von 2016 zu berichten? Nun, es war ein sehr ereignisreiches Jahr – sowohl in positiver, aber leider auch in negativer Hinsicht.

Lightroom zeigt mir ca. 10.000 Fotos für dieses Jahr an, aber diese haben sich eher auf wenige „große“ Termine verteilt: Drei Engagement Shootings, zwei Hochzeiten und nicht zu vergessen unser Sommerurlaub. Deshalb werde ich auch nicht zu jedem einzelnen Monat etwas schreiben, sondern nur zu den ereignisreichsten. 🙂

Im Februar fragte mich eine Kollegin nach ein paar Bildern, die sie online bzw. als Geschenk verwenden könne. Diesem Wunsch kam ich natürlich gerne nach und wir haben dafür die tiefstehende Sonne im Rüsselsheimer Stadtpark bzw. am Mainufer genutzt. Außerdem hielt endlich das Nikkor 200-500 5.6 bei mir Einzug, auf das ich schon seit ein paar Monaten wartete.

Anfang April stand das Kennenlerngespräch und ein paar Probebilder mit Claudine und Florian an, deren Hochzeit ich einen Monat später begleiten durfte. Ich mag es, den Rüsselsheimer Stadtpark und die untergehende Sonne dafür zu nutzen. Auch ihre Schwester Jasmin wird bald heiraten und deren Engagement Shooting stand ebenfalls diesen Monat an. Dafür haben wir einen schönen Frühlingstag genutzt und uns am Mainufer in Hattersheim getroffen. Das Shooting mit den beiden hat viel Spaß gemacht und ich freue mich auf die Hochzeit im Januar. Außerdem wurde unser neuer „Nobelhobel“ endlich ausgeliefert: ein metallicbrauner Opel Astra SportsTourer mit allem möglichen Schnickschnack. Nach dem Kompromiss mit dem Zafira B in den letzten Jahren haben wir uns darauf besonders gefreut. 🙂 Die erste größere Fahrt damit war zum Flughafen Frankfurt-Hahn, um einen Tagestrip in London zu verbringen. Mit dabei war auch mein neuer Compagnon Backpack. Eigentlich wollte ich ja keinen Fotorucksack mehr, aber der von Compagnon ist eben nicht nur praktisch, sondern sieht auch noch gut aus. Daher konnte ich mich nicht zurückhalten mit der Bestellung. In der Grundschule werde ich auch immer öfter gebeten, Fotos zu machen. Diesen Monat war es die Präsentation der Projektwochenarbeiten.

Der Mai fing wunderschön mit einer tollen Hochzeit an. Claudine und Florian an ihrem Tag in Büdingen bzw. Bruchköbel zu begleiten, hat mir wieder viel Freude gemacht und es sind tolle Erinnerungsfotos für die beiden entstanden.
Leider hatten wir zwei Wochen später eine sehr traurige Nachricht zu verarbeiten; es gibt Erlebnisse, die man auch seinem schlimmsten Feind nicht wünscht. 🙁 Seitdem beschäftige ich mich mit dem Gedanken, mich als Fotograf bei dein-sternenkind.eu zu registrieren. Bisher konnte ich mich allerdings noch nicht endgültig dazu durchringen, das Bewerbungsformular abzuschicken. Zu groß ist noch die „Furcht“ vor der Verantwortung. Aber ich werde mich weiter damit befassen.

Im Juni holte die Grundschule Innenstadt ihren Umwelttag nach, bei dem die Schulkinder erneut mit viel Elan die Rüsselsheimer Innenstadt vom Müll befreiten. Ich durfte erneut einige Fotos für die Homepage der Schule beisteuern.

Der Juli hat wieder einige Fotos auf die Speicherkarten gebracht. So hat die Grundschule ihr Sommerfest gefeiert, bei dem ich wieder die Reportage geliefert habe. Außerdem hatten wir wieder unseren Kongress in der Frankfurter Commerzbankarena und mein Bruder hat sich verlobt und wollte natürlich ebenfalls gerne ein paar Bilder haben.

Im August ging es endlich in den lang ersehnten Sommerurlaub. Nachdem uns Cornwall im Vorjahr in den Bann gezogen hatte, wollten wir diesmal etwas mehr Zeit dort verbringen. So verlief die Route in diesem Jahr über Frankreich, Spanien nach England. In Frankreich verbrachten wir zunächst wieder eine Woche auf dem Hausboot (für mich nach wie vor die entspannendste und erholsamste Art Urlaub). Von dort aus ging es mit einem zweitägigen Zwischenstopp in Bilbao nach Santander, wo wir mit der Fähre nach Plymouth übersetzten. Nach eineinhalb Wochen in Cornwall machten wir uns dann wieder auf den Weg nach Hause. Vor dem Urlaub hatte ich mir noch kurzfristig eine GoPro Hero 4 Black gekauft, die ich während des Urlaubs gerne einsetzte. Gerade die Tatsache, dass das Gehäuse wasserdicht ist, bringt ganz neue Möglichkeiten beim Fotografieren.

Im September traf ich mich mit Alisson und Sven für das Vorgespräch ihrer Hochzeit im November.

Anfang Oktober nahm ich wieder an der Skylight-Tour in Frankfurt teil. Bei Nacht die illuminierten Frankfurter Mainbrücken zu passieren bzw. zu fotografieren, ist wirklich toll. Und ich habe fest vor, auch in 2017 wieder dabei zu sein. Außerdem habe ich das lange Tele im Zoo

Der November brachte dann neben dem sogenannten Supervollmond, den ich diesmal mit 500 mm einfangen konnte, die nächste Hochzeit. Alisson und Sven hatten sich ein Indoor Shooting im Skyline Plaza gewünscht, das uns allen sehr viel Spaß gemacht hat. Es ist faszinierend, wie Kunden Rücksicht nehmen, stehenbleiben und alles Gute wünschen oder wie Ladeninhaber uns nachrufen, wir sollen doch auch in ihrem Laden bitte ein paar Bilder machen.

Das war also 2016. Und wenn ich die zwölf Monate nun mit dem Ausblick im 2015er Rückblick vergleiche? Das Thema Monitorkalibrierung habe ich (leider) nochmals verschoben. Nikon hat endlich das lange Telezoom liefern können und Compagnon hat in mir einen festen Kunden gefunden. So hielt nicht nur der erwähnte Backpack bei mir Einzug, sondern auch der Little Messenger. Diese kleine Tasche ist bestens geeignet, wenn man mal nur das „kleine Besteck“ dabei hat. A propos kleines Besteck: Von meiner Fuji X-E2 musste ich mich leider verabschieden – auf dem Weg zum Reparaturservice hat DHL gemeint, das Paket verlieren zu müssen. Die 500 Euro Paketversicherung waren da nur ein schwacher (genaugenommen halber) Trost. 🙁

Was erwarte ich von 2017? Das Thema Drohne schwirrt noch immer sprichwörtlich in meinem Kopf herum. Da aber GoPro seine Karma erst nicht liefern konnte und dann ganz aus dem Verkehr gezogen hat, konzentriere ich mich zurzeit auf den DJI Mavic Pro. Wenn da nur das liebe Geld nicht wäre. Ob ich die gestohlene Fuji ersetze, steht noch nicht fest. Irgendwie vermisse ich eine kleine „Immer-dabei“ ja schon. Mal sehen, was die nächsten Monate bringen. Fest steht dagegen der Sommerurlaub. Da haben wir uns diesmal für ein Reiseziel außerhalb Europas entschieden: Kanada wird es in 2017 werden und die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Wir sind sehr gespannt. 🙂 Gespannt bin ich auch auf die verschiedenen Hochzeiten, die bald anstehen: So darf ich im Januar Jasmin und Manuel und eine Woche später in Bayern Mary-Liz und Michael an ihren besonderen Tagen begleiten. Im Februar folgen dann Lea und mein Bruder Felix. Das neue Jahr wird also einiges für uns parat halten. 🙂

London calling

Nach meinem Londoner Business-Trip vor zwei Jahren war klar, dass ich da noch mal privat hinfliegen möchte. Und dann natürlich mit Familie! Letztes Wochenende war es endlich soweit: Mit einem befreundeten Ehepaar, meinem Bruder und seiner Freundin wurde vor ein paar Monaten die Idee geboren, morgens früh mit Ryanair nach London zu fliegen und spätabends wieder zuhause zu sein. Ein Tag London im Schnelldurchlauf, ohne Übernachtung, nur mit Zug, Tube und zu Fuß.

Und so klingelte am Samstag um halb drei nachts der Wecker, denn eine Stunde später wollten wir uns für die Abfahrt nach Frankfurt-Hahn treffen. Um sechs Uhr war Boarding und eine halbe Stunde später waren wir bereits in der Luft. Nachdem wir in London-Stansted gelandet waren, ging es dann zum direkt angeschlossenen Bahnhof, um mit dem Stansted-Express in die Londoner City zu fahren. Das ist wirklich total unkompliziert: Der Express geht alle 15 Minuten, benötigt nur ca. eine Dreiviertelstunde und ein Familienticket gibt es auch noch, das man sich bereits zuhause ausdrucken oder aufs Handy laden kann. Endstation der Zugverbindung ist Liverpool Street, von wo es dann mit der London Underground, bekannt unter dem Namen „Tube“, weiterging. Erst mal zur Haltestelle Tower Hill gegenüber vom Tower of London, weil wir uns als erstes die Tower Bridge ansehen wollten. Diese ist wirklich beeindruckend und wir hatten dann auch noch das Glück, mitzuerleben, wie die Brücke für die Passage eines Schiffes geöffnet wurde.

An der Themse sind wir dann weiter zur London Bridge bis zum Borough Market gelaufen. Diesen Markt muss man einfach erlebt haben und beim nächsten Mal werden wir definitiv mehr Zeit dafür einplanen: Unmengen kleinerer und größerer Stände mit den verschiedensten Lebensmitteln – Fudge, Käse, Schokolade, Pulled Pork, Wraps, … Wir kennen und lieben solche Märkte ja schon seit Jahren in Frankreich, aber der Borough Market ist trotzdem einzigartig. Nicht zuletzt wegen seiner ungewöhnlichen Lage; er liegt nämlich größtenteils unter einer Bahnüberführungsbrücke.

Von der Underground Station London Bridge ging es dann zur Haltestelle Waterloo und mit der nächsten Tube weiter zum Picadilly Circus. Dort war ich auch schon vor zwei Jahren und beim Verlassen der Station wird man erst mal von den riesigen LED-Reklametafeln erschlagen. Wir entschieden uns dafür, etwas essen zu gehen und da ich vom letzten Besuch noch Ed’s Easy Diner in positiver Erinnerung hatte, stärkten wir uns dort bei frischen Burgern, Pulled Pork, Chicken und ähnlichem. Danach statteten wir der M&M’s World in der Nähe einen Besuch ab. Wer darauf steht, überteuerte Merchandising-Artikel mit M&M-Logo zu kaufen, ist hier gut aufgehoben. Von den vier Etagen habe ich mir nicht mehr als zwei angetan. Die verstehen es wirklich, aus Mist Geld zu machen – und die Touris fallen auch noch drauf rein…

Bis zur Haltestelle Knightsbridge nahmen wir dann wieder die U-Bahn, um direkt nebenan zur nächsten Touristenattraktion, die auf dem Plan stand, zu gelangen: das Harrod’s. Natürlich sind die „Food halls“ und die ägyptischen Rolltreppen interessant anzusehen und einen Besuch wert, aber wenn in der Schmuckabteilung keine Preisschilder mehr in den Vitrinen stehen, wird es mir dann doch etwas zu versnobt 😀

Zum Schluss hatten wir geplant, mit einem Schiff zurück zum Tower zu kommen, um nochmals die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von der Themse aus zu sehen und zu fotografieren. Also mit der Tube zum Green Park und mit der der nächsten Linie zur Station Westminster. Dort fanden wir auch ein Schiff, das gleich ablegen sollte und die Strecke in nur einer halben Stunde schaffen sollte. Genau richtig also, um pünktlich wieder zum Flughafen zu kommen. Leider legte das Boot direkt vor unserer Nase ab und so blieb uns noch etwas Zeit, ein paar Bilder am Big Ben und in Richtung London Eye zu machen. Gemütlich ging es dann mit der Underground wieder zurück zur Liverpool Street und mit dem Stansted Express an den Flughafen.

Gegen Mitternacht waren wir wieder zuhause. Nach 22 wachen Stunden (und laut Health App vom iPhone 12km bei 22.000 Schritten) war es dann auch Zeit fürs Bett. Aber das Resumee fiel einstimmig und eindeutig aus: Sowas wird wiederholt, egal wie anstrengend es war! 🙂

Nachfolgend ein paar Bilder, die ich aus London mitgebracht habe.