www.compagnonfan.de
Schon seit langem mache ich kein Geheimnis draus, dass ich ein großer Fan der Fototaschen von Compagnon bin. Und so schwebt mir auch seit einiger Zeit vor, eine kleine – ich sage mal –
„Fanseite“ zu machen. Dort möchte ich einfach meine Compagnons beschreiben und Fotos davon zeigen.

Nun hätte mir lange der Name Compagnonfreak gefallen, aber ich bin zu dem Schluss gekommen, dass die „Freak“-Seiten eindeutig und ausschließlich dem Stativfreak und dem Taschenfreak zustehen 😀

Deshalb lautet der Link zur neuen Seite: www.compagnonfan.de – sozusagen von einem Compagnonfan für Compagnonfans. Viel Spaß beim Ansehen.

Nach meinem Londoner Business-Trip vor zwei Jahren war klar, dass ich da noch mal privat hinfliegen möchte. Und dann natürlich mit Familie! Letztes Wochenende war es endlich soweit: Mit einem befreundeten Ehepaar, meinem Bruder und seiner Freundin wurde vor ein paar Monaten die Idee geboren, morgens früh mit Ryanair nach London zu fliegen und spätabends wieder zuhause zu sein. Ein Tag London im Schnelldurchlauf, ohne Übernachtung, nur mit Zug, Tube und zu Fuß.

Und so klingelte am Samstag um halb drei nachts der Wecker, denn eine Stunde später wollten wir uns für die Abfahrt nach Frankfurt-Hahn treffen. Um sechs Uhr war Boarding und eine halbe Stunde später waren wir bereits in der Luft. Nachdem wir in London-Stansted gelandet waren, ging es dann zum direkt angeschlossenen Bahnhof, um mit dem Stansted-Express in die Londoner City zu fahren. Das ist wirklich total unkompliziert: Der Express geht alle 15 Minuten, benötigt nur ca. eine Dreiviertelstunde und ein Familienticket gibt es auch noch, das man sich bereits zuhause ausdrucken oder aufs Handy laden kann. Endstation der Zugverbindung ist Liverpool Street, von wo es dann mit der London Underground, bekannt unter dem Namen „Tube“, weiterging. Erst mal zur Haltestelle Tower Hill gegenüber vom Tower of London, weil wir uns als erstes die Tower Bridge ansehen wollten. Diese ist wirklich beeindruckend und wir hatten dann auch noch das Glück, mitzuerleben, wie die Brücke für die Passage eines Schiffes geöffnet wurde.

An der Themse sind wir dann weiter zur London Bridge bis zum Borough Market gelaufen. Diesen Markt muss man einfach erlebt haben und beim nächsten Mal werden wir definitiv mehr Zeit dafür einplanen: Unmengen kleinerer und größerer Stände mit den verschiedensten Lebensmitteln – Fudge, Käse, Schokolade, Pulled Pork, Wraps, … Wir kennen und lieben solche Märkte ja schon seit Jahren in Frankreich, aber der Borough Market ist trotzdem einzigartig. Nicht zuletzt wegen seiner ungewöhnlichen Lage; er liegt nämlich größtenteils unter einer Bahnüberführungsbrücke.

Von der Underground Station London Bridge ging es dann zur Haltestelle Waterloo und mit der nächsten Tube weiter zum Picadilly Circus. Dort war ich auch schon vor zwei Jahren und beim Verlassen der Station wird man erst mal von den riesigen LED-Reklametafeln erschlagen. Wir entschieden uns dafür, etwas essen zu gehen und da ich vom letzten Besuch noch Ed’s Easy Diner in positiver Erinnerung hatte, stärkten wir uns dort bei frischen Burgern, Pulled Pork, Chicken und ähnlichem. Danach statteten wir der M&M’s World in der Nähe einen Besuch ab. Wer darauf steht, überteuerte Merchandising-Artikel mit M&M-Logo zu kaufen, ist hier gut aufgehoben. Von den vier Etagen habe ich mir nicht mehr als zwei angetan. Die verstehen es wirklich, aus Mist Geld zu machen – und die Touris fallen auch noch drauf rein…

Bis zur Haltestelle Knightsbridge nahmen wir dann wieder die U-Bahn, um direkt nebenan zur nächsten Touristenattraktion, die auf dem Plan stand, zu gelangen: das Harrod’s. Natürlich sind die „Food halls“ und die ägyptischen Rolltreppen interessant anzusehen und einen Besuch wert, aber wenn in der Schmuckabteilung keine Preisschilder mehr in den Vitrinen stehen, wird es mir dann doch etwas zu versnobt 😀

Zum Schluss hatten wir geplant, mit einem Schiff zurück zum Tower zu kommen, um nochmals die wichtigsten Sehenswürdigkeiten von der Themse aus zu sehen und zu fotografieren. Also mit der Tube zum Green Park und mit der der nächsten Linie zur Station Westminster. Dort fanden wir auch ein Schiff, das gleich ablegen sollte und die Strecke in nur einer halben Stunde schaffen sollte. Genau richtig also, um pünktlich wieder zum Flughafen zu kommen. Leider legte das Boot direkt vor unserer Nase ab und so blieb uns noch etwas Zeit, ein paar Bilder am Big Ben und in Richtung London Eye zu machen. Gemütlich ging es dann mit der Underground wieder zurück zur Liverpool Street und mit dem Stansted Express an den Flughafen.

Gegen Mitternacht waren wir wieder zuhause. Nach 22 wachen Stunden (und laut Health App vom iPhone 12km bei 22.000 Schritten) war es dann auch Zeit fürs Bett. Aber das Resumee fiel einstimmig und eindeutig aus: Sowas wird wiederholt, egal wie anstrengend es war! 🙂

Nachfolgend ein paar Bilder, die ich aus London mitgebracht habe.

Wenn es so etwas wie ein Lieblingsobjektiv gibt, dann ist das bei mir ganz klar das Nikkor 70-200 2.8 II. Und auch, wenn 200 mm Brennweite an einer 36MP-Kamera wirklich einiges an Möglichkeiten im Telebereich abdecken, habe ich mir doch immer mal wieder ein bisschen mehr am langen Ende gewünscht. So zum Beispiel bei Vollmondbildern. Und als Nikon letztes Jahr im Sommer das Nikkor 200-500 5.6 zu einem Traumpreis ankündigte, wusste ich, was die nächste Anschaffung sein wird 🙂 Leider dauerte es bis Anfang Februar, bis Nikon die Nachfrage nach dem guten Teil endlich in ausreichender Stückzahl bedienen konnte. Und so habe ich letzten Monat zugeschlagen und meinen Objektivpark um 300 mm nach oben erweitert.

Nachfolgend drei Bilder des Objektivs auch im Vergleich zum 70-200:

200500
200500
200500

Und hier ein paar erste Testfotos inklusive des jeweiligen 100%-Ausschnitts:

Test01 Test01 Ausschnitt
Aufnahmedaten: 1/250 f/5.6 ISO 1800 / 500 mm / ca. 6 Meter Entfernung

Test02 Test02 Ausschnitt
Aufnahmedaten: 1/250 f/5.6 ISO 2500 / 410 mm / ca. 6 Meter Entfernung

Test03 Test03 Ausschnitt
Aufnahmedaten: 1/200 f/5.6 ISO 100 / 500 mm / ca. 30 Meter Entfernung

Test04 Test04 Ausschnitt
Aufnahmedaten: 1/500 f/8 ISO 220 / 500 mm / ca. 1000 Meter Entfernung

Test05 Test05 Ausschnitt
Aufnahmedaten: 1/320 f/5.6 ISO 2000 / 500 mm / ca. 10 Meter Entfernung

Was nehme ich aus diesen ersten Erkenntnissen nun mit?

  • Der Bildstabilisator arbeitet sehr zuverlässig
  • Die Schärfe kommt nicht an mein geliebtes 70-200 ran, aber das habe ich auch nicht erwartet.
  • An den Rändern meine ich, eine leichte Abschattung/Vignettierung auszumachen, aber ein Klick in Lightroom hat diese schnell beseitigt
  • 500 mm Brennweite sind schon was spezielles und nichts, was man jeden Tag braucht
  • Das merkt man auch am Gewicht: Die Konfiguration wie auf dem S/W-Bild ganz oben bringt 3690 g auf die Waage und ist nichts, was man jeden Tag mit sich rumschleppen möchte 😉

Und schon wieder ist ein Jahr um. Und somit schon wieder Zeit für mich, die Bildersammlung und Kalendereinträge der letzten zwölf Monate durchzugehen und ein Resümee zu ziehen: In 2015 sind wieder über 250GB Fotos in meinem Lightroom-Katalog dazugekommen und es hat einiges an neuer Hardware bei mir Einzug gehalten. Auch gab es wieder zwei Hochzeiten zu fotografieren und ein paar schöne neue und bisher unbekannte Reiseziele zu entdecken. Doch der Reihe nach:

Seit Januar hat mein „alter“ Apple iMac 21″ einen neuen Besitzer und bei mir ist das 27″-Modell mit Retina-Display eingezogen. Damit macht die Bildbearbeitung noch mal so viel Spaß. Irgendwie lustig, wenn man bei den RAWs aus der Fuji nicht mehr reinzoomen kann, weil die volle Auflösung bereits im Entwicklungsmodul von Lightroom angezeigt wird 😀 Nachdem der Rechner fertig konfiguriert war, habe ich mich an die Mammutaufgabe gemacht, alle meine alten Aperture-Bibliotheken nach Lightroom zu schaffen, um ab sofort nur noch mit einer Software zu arbeiten. Die Fuji habe ich in diesem Monat auch etwas weiter getestet und wann immer es ging, ausgeführt.

Im Februar hatte ich ausnahmsweise mal einen freien Sonntagvormittag. Den habe ich genutzt, um dem Hauptfriedhof in Frankfurt einen Besuch abzustatten. Selbstverständlich bin ich gleich morgens zur Öffnung hin, um niemanden zu stören. Es hat schon etwas besonderes an sich, dort zu fotografieren. Die nächste Anschaffung stand ebenfalls an: Das Nikkor 16-35 4.0, um im Weitwinkelbereich unterhalb 24mm ausgerüstet zu sein.

Ende März veranstaltete die Grundschule Innenstadt einen Umwelttag in Rüsselsheim, bei dem die Kinder verschiedene öffentliche Plätze in Rüsselsheim vom Müll befreien sollten. Als die Frage aufkam, wer denn Fotos davon machen könnte, meldete ich mich natürlich gerne. So bin ich die verschiedenen Orte abgefahren und habe überall die aktiven Erst- bis Viertklässler festgehalten. Denen hat die Arbeit und mir das Fotografieren viel Spaß gemacht. Und die Schulleitung und die Stadtverwaltung freuten sich auch noch über die Fotos.

Im April zog die erste Fototasche aus dem Hause Compagnon bei mir ein. Die Weekender ist nach wie vor ein Traum von Fototasche. Den Kauf habe ich bis heute keine Sekunde bereut. Einen der Feiertage haben wir in der Rhön im Roten Moor verbracht, wo natürlich die Kameraausrüstung ebenfalls dabei war.

In den Monaten Mai und Juni war es recht ruhig. Bis auf die Vorbesprechung der Hochzeit im September nichts Erwähnenswertes. Oh, doch: Eine Ausfahrt im Opel Rekord C Cabrio mit dem CEO von Opel anlässlich der Vorstellung von CarUnity. Danke an dieser Stelle nochmals an Herrn Dr. Neumann für diese tolle Gelegenheit. Am Rüsselsheimer Klassikertreffen blieb auch dieses Jahr die Kamera wieder zuhause; es gibt für mich dort seit Jahren einfach zu viel Arbeit und zu wenig freie Zeit zum Fotografieren.

Im Juli waren die Kameras wieder reichlich im Einsatz. Zunächst hatten wir wieder Kongress in der Frankfurter Commerzbankarena. In der Woche darauf waren wir mit vielen Freunden auf einer Schiffstour auf dem Rhein unterwegs. Und noch eine Woche später fand dann endlich die langgeplante Männerradtour am Rhein entlang statt: Mein Papa, mein Bruder, dessen Schwiegerpapa und ich sind mit den Rädern im Zug von Mainz nach Koblenz gefahren und dann ganz gemütlich über zwei Tage hinweg wieder zurück nach Rüsselsheim geradelt.

Für den diesjährigen Sommerurlaub im August hatten wir ein für uns bisher unbekanntes Reiseziel rausgesucht: Cornwall. Seit Jahren träume ich davon, den Südwesten Englands kennenzulernen; in 2015 war es endlich soweit. Ich weiß noch immer nicht, was mir an diesem Urlaub am besten gefallen hat: Das neue Erlebnis, mit dem Euroshuttle zu reisen? Oder die Erfahrung auf der falschen Seite der Straße zu fahren? Die unbeschreibliche Landschaft in Cornwall? Die Fährüberfahrt nach Roscoff? Oder der anschließende Hausbooturlaub im Anjou-Gebiet bzw. der Abschluss in der Bretagne? Ich kann und will mich nicht entscheiden. Es hat alles einfach gepasst!

Der September hatte gleich mehrere Highlights: Zum einen die Hochzeit von Freunden, bei der das Fotografieren bereits morgens um 7:00 beim Friseur begann und nicht vor 0:00 mit den letzten Photobooth-Bildern endete. Dann die IAA in Frankfurt, bei der ich mich dieses Jahr mit dem 50 1.4 auf das Wesentliche zu reduzieren versuchte. Und natürlich der Superblutmond am 28.09. Noch immer bin ich froh, dass ich mir den Wecker mitten in der Nacht gestellt habe. Hätte ich das nicht gemacht, würde ich mich wohl bis zum nächsten Superblutmond im Jahr 2033 ärgern. Und dafür, dass es mein erster Versuch war, eine Mondfinsternis festzuhalten, im komplett manuellen Modus zu fotografieren und mein Brennweitenbereich bei 200mm aufhört, war ich durchaus mehr als zufrieden mit den Ergebnissen. Noch immer ziert eines der Bilder meinen iPhone-Lockscreen.

Im Oktober zog das zweite Compagnon-Familienmitglied bei mir ein: Die Messenger, mit der ich nun endlich ordentlich die Objektive bei mir tragen kann, während die Kamera in der Hand ist. Außerdem standen die nächsten Nachtaufnahmen an, als ich auf einem Ausflugsschiff an der beleuchteten Frankfurter Skyline vorbeifahren konnte. Mittlerweile ist der Fahrplan für 2016 draußen; das muss wiederholt werden!

Der November brachte die zweite Hochzeit dieses Jahres. Erst die standesamtliche Trauung in Deutschland und eine Woche später die Feier in Griechenland. Es war mein erster Trip dorthin, aber ganz sicher nicht der letzte. Ich habe so viele nette Leute getroffen, dass ich hoffe, möglichst bald wieder hinfliegen zu dürfen. Um Speicherkarten, Akkus und Ladegeräte ordentlich in den Taschen verstauen zu können, habe ich mit Wallet und Toolbag die Compagnontaschen Nr. 3 und 4 bestellt. Ich bin echt ein Fan geworden von den tollen Artikeln, die Vitalis und Valentin anbieten.

Im Dezember gab es wieder mehrere Familienfeiern und somit viel zu essen und weniger zu fotografieren. Für die Nachbearbeitung meiner Fotos habe ich mich nun für ein größeres Tablet aus dem Hause Wacom entschieden: Das Intuos Pro M hat mein mittlerweile sechs Jahre altes Bamboo Pen&Touch S abgelöst. Und dann habe ich es kurz vor Jahresende doch endlich noch geschafft, den ND-Filter mal auszuprobieren. Über ein halbes Jahr hat er unbenutzt in der Fototasche gelegen, bevor ich bei Sonnenuntergang dem Main mal „weiches“ Wasser gegönnt habe 😉

Wenn ich diesen Rückblick nun mit dem Ausblick vor zwölf Monaten vergleiche, stelle ich fest, dass die Fuji keine neuen Objektive bekommen hat und ich insgesamt mehrheitlich in sonstige Peripherie investiert habe. Und bei der damals angesprochenen Collage-Software habe ich mich wie empfohlen für ShapeCollage entschieden 🙂 Fotografisch hat mich dieses Jahr aber auch wieder weitergebracht: Schwierigeren Themen wie der komplett manuelle Modus, Nachtaufnahmen oder auch Gegenlichtportraits bin ich da nicht aus dem Weg gegangen 🙂 Und natürlich haben die neuen Reiseziele Bretagne, England und Griechenland sehr viel Spaß gemacht!

Für 2016 hoffe ich, dass Nikon es endlich mal hinbekommt, das schon lange angekündigte 200-500 5.6 ausliefern zu können. Und das Thema Monitorkalibrierung werde ich wohl mal angehen. Urlaubstechnisch ist Cornwall bereits wieder gebucht und im Mai erwarte ich die Auslieferung unseres neuen Opel Astra SportsTourers 🙂 #vorfreude

Collage 2015

Fotos zum Jahresrückblick 2015

Wenn ich für das entfesselte Blitzen einen oder beide Blitzgeräte (ich verwende zwei Nikon SB-700) bodennah oder auf einem Tisch platzieren musste, war das immer eine wacklige Angelegenheit. Die Füße, die zum Lieferumfang der Blitzgeräte gehörten, sind mir zu unflexibel und mein uraltes kleines Hama-Ministativ(chen) konnte das Gewicht kaum halten:

Ministativ01 Ministativ02

Ich suchte daher beim Stativfreak und bei Amazon nach Alternativen und wurde recht schnell mit dem Manfrotto Pixi fündig. Dieses Tischstativ hat drei weit ausladende Beine und einen eingebauten Kugelkopf. Darauf habe ich einen Universalblitzschuh gesetzt, der unten ein 1/4-Zoll-Gewinde hat und somit auf das Pixi geschraubt werden kann. Der Blitz wird in der Aufnahme mit einer kleinen Schraube festgeklemmt. Jetzt können die Blitzgeräte wirklich in alle Richtungen geneigt werden, ohne dass ich ein Umkippen befürchten muss. Die Investition hat sich gelohnt 🙂

Ministativ03 Ministativ04 Ministativ05 Ministativ06 Ministativ07 Ministativ08

Wer sich übrigens fragt, was da noch zwischen dem Blitzschuh und dem Blitzgerät steckt: Das sind Yongnuo-Funkempfänger, mit denen ich die Blitzgeräte per Funk auslöse. 🙂

In Erinnerung an diesen alten Film von 1958 mit Heinz Erhardt hatten mein Bruder und ich schon länger die Idee, mal eine mehrtägige Fahrradtour zu machen. Also setzten wir uns an die Planungen und überraschten damit unseren Papa und seinen Schwiegerpapa, im Juli eine gemeinsame reine Männertour zu machen. Es sollte eine ruhige, gemütliche Tour ohne irgendwelchen Stress werden. Daher planten wir eine leichte, aber landschaftlich schöne Strecke. Mit dem Zug sollte es nach Koblenz gehen und dann mit den Rädern am Rhein entlang bis nach Hause. Bevor es losging, musste aber noch die Ausrüstung aufgestockt werden. So erhielt zum Beispiel mein bisher eher puristisches Mountainbike einen Gepäckträger, Taschen, Hörnchen für den Lenker und eine Halterung für mein iPhone, damit ich dieses unterwegs als Navigationsgerät bzw. Fahrradcomputer nutzen konnte.

Am Freitag, 24. Juli war es nachmittags soweit: Vollgepackt ging es mit dem Fahrrad in Rüsselsheim los nach Mainz an den Südbahnhof. Dort stiegen wir inkl. der Räder in den Regionalexpress, der wegen einer linksrheinigen Sperrung auf der hessischen Seite nach Koblenz fuhr. In Koblenz besuchten wir zunächst das Deutsche Eck und machten uns dann auf den Weg nach Spay, denn dort hatten wir für die erste Übernachtung gebucht.

Am nächsten Morgen hatte die Wirtin der Pension offenbar damit gerechnet, dass wir über Nacht noch ein paar zusätzliche Gäste einladen. Anders kann ich mir das üppige Frühstück, das sie vorbereitet hatte, nicht erklären. Ordentlich gestärkt packten wir wieder die Radtaschen und machten uns auf den Weg. Leider wollte das Wetter so gar nicht mitspielen und so mussten wir bereits nach wenigen Kilometern in Boppard das erste mal die Regenjacken auspacken. Es wurde den ganzen Tag ein ständiges Hin und Her mit dem Wetter und damit den Regenjacken: Auspacken, Anziehen, Ausziehen, Einpacken und wieder von vorne. Bei Fellen (gegenüber von St. Goarshausen) wurde der Regen so schlimm, dass wir im Weingut Lorenz einkehrten und eine fast einstündige Kaffeepause machen mussten bevor es weitergehen konnte. Aber die Unbeständigkeit blieb. Von Bingen ging es dann mit der Fähre nach Rüdesheim, wo wir für die zweite Nacht gebucht hatten. Der Wind hatte nicht wirklich nachgelassen, sodass eine Gondelfahrt zum Niederwalddenkmal ausfallen musste.

Schon war wieder Sonntag und die letzte Etappe stand an. Aber nicht ohne uns an einem reichhaltigen Frühstücksbuffet für den Tag zu stärken. Leider war es aber auch die Strecke mit der am wenigsten schönen Landschaft: Durch Schierstein, Amöneburg und Kastel ging es entweder durch Industrie- und Gewerbegebiete oder an Hauptstraßen entlang. Die schönen Radwege direkt am Rhein sind spätestens ab Biebrich zu Ende.

Was bleibt als Resümee? Unbedingt wiederholen! Und dann auch gerne ein paar Tage länger.

Zum Schluss noch der obligatorische Link zu ein paar Erinnerungsbildern.

MTB_Radtour

Und außerdem ein paar Links mit Empfehlungen zu Ausrüstung, Apps und Übernachtungen:

Als mir Mitte des Jahres ein Freund, der ein Riesenfan von Griechenland ist, mitteilte, dass er im November seine Hochzeit in Griechenland feiern würde, war spontan die Idee geboren, ihn zu begleiten. Da sonst er derjenige ist, der auf den Hochzeitsfeiern seiner Freunde mit seiner Kamera „rumfliegt“, fragte ich ihn, wer denn auf seiner eigenen Hochzeit die Bilder machen würde. Da müsste er noch jemanden finden, war die Antwort. Angebot meinerseits: Wenn du mir den Flug bezahlst, komme ich mit. Er war von dem Vorschlag genauso begeistert wie ich. Handschlag drauf, Termin notiert, Ticket gebucht.

Ein paar Monate später war es dann soweit. Die standesamtliche Hochzeit fand in Flörsheim statt und eine Woche später ging es freitags morgens an den Flughafen Frankfurt und in den Flieger nach Athen. Dort mit den Eltern des Bräutigams im Mietwagen durch die Stadt bis zur Akropolis gefahren und nach oben gelaufen. Der Gedanke, dort zu stehen, wo der Apostel Paulus predigte, ist schon etwas besonderes. Und die Aussicht ist phantastisch, nicht zuletzt, weil dann am Horizont noch die Sonne hinter dem Meer verschwand. Wieder unten angekommen konnte man die angestrahlte Akropolis auf den Sensor bannen. Ich musste wirklich aufpassen, meine Speicherkarten, die ja für die Hochzeit geplant waren, nicht schon hier vollzuknipsen.

Am nächsten Morgen ließ ich es mir erst mal bei einem kurzen Spaziergang am Meer gutgehen. Wohlgemerkt im T-Shirt bei ca. 20 Grad, während die Daheimgebliebenen in Deutschland froren 😉 Dann ging es zur Braut, um sie beim Schminken und Ankleiden zu fotografieren. Nachmittags war geplant, die Braut-/Bräutigam-Bilder zu machen. Leider hatte sich der Zeitplan des Pärchens ziemlich deutlich verschoben, sodass der Sonnenuntergang schneller kam als erhofft und wir recht plötzlich im Dunkeln standen. Zu allem Überfluss verabschiedete sich noch eines meiner Blitzgeräte, das ich nicht nur für diese Fotos dabeihatte, sondern das später vor allem beim PhotoBooth eingesetzt werden sollte. Also hieß es improvisieren: Für die Bilder an der Festung wurde die dort installierte Beleuchtung in die Fotos integriert und am Meer die Laternen der Promenade. So etwas erhöht zwar kurzfristig den Stresspegel, aber am Ende hat es doch Spaß gemacht. Die Feier war dann in etwa so wie ich es mir vorgestellt hatte: Tanzen, tanzen, tanzen. Hier konnte ich wieder schöne Mitzieher aufnehmen; damit bekomme ich die bzw. den Tanzenden ausreichend scharf, aber gleichzeitig verwischt der Hintergrund in der Bewegung, was eine Dynamik in das Bild bringt, die mir sehr gut gefällt. Viel besser als statisch „eingefrorene“ Personen.

Am nächsten Morgen ging es dann wieder mit dem Auto nach Athen und dem Flieger nach Frankfurt zurück. Das frisch vermählte Paar durfte nach der Landung sogar noch mal im Cockpit Platz nehmen. Danke an den Piloten für diese nette Geste und die damit verbundene zusätzliche Erinnerung an ein wunderbares Wochenende.

Die Frankfurter Skyline bei Nacht ist ein Meer aus bunten Farben. Erst recht, wenn sich die Illuminationen im Main spiegeln. Dank meiner Frau habe ich noch eine Karte bekommen für die letzte in 2015 angebotene Fahrt mit der Primus-Linie: Eine Stunde am späten Samstagabend auf dem dann recht ruhigen Main unterwegs. Die Vorfreude war riesig und ich wurde nicht enttäuscht.

Selbstredend, dass ich einer der ersten in der Schlange war, um auf das Personenschiff zu kommen 😉 Während die anderen Fahrgäste sich unten noch überlegten, ob sie an der Bar ein Bier oder eine Cola bestellen, machte ich mich ganz vorne auf dem obersten Deck breit und baute das Stativ auf. Den Platz gab ich dann auch bis zum Schluss beim Anlegen nicht mehr auf 🙂

Los ging’s um 22:00 Uhr am Eisernen Steg/Mainkai und dann unter insgesamt neun Brücken hindurch: Richtung Osten waren das zunächst die Alte Brücke, Ignatz-Bubis-Brücke, Flößerbrücke, Deutschherrnbrücke und Osthafenbrücke. Dort kehrte das Schiff um und steuerte Richtung Westen: Eiserner Steg, Untermainbrücke, Holbeinsteg und Friedensbrücke.

Dabei immer im Blick die imposanten Gebäude am bzw. in der Nähe des Ufers: EZB-Neubau, Commerzbanktower, Westendtower, Westhafentower („das Gerippte“) und Heizkraftwerk West auf der Nordseite des Mains sowie Uniklinikum und Städel Museum am Südufer. Nach einer Stunde legten wir wieder an und für mich stand schnell fest: Sobald die Termine für 2016 feststehen, bin ich wieder dabei!

Einige Fotos von der wunderschönen, wenn auch kalten Sky-Light-Tour gibt’s wie immer in meiner Galerie: http://oliver78.zenfolio.com/skylighttour2015

Westendtower

Westendtower

Manchmal sieht man auf einer Website einen Artikel und denkt: „Cool, das muss ich auch gleich mal ausprobieren!“ So ging es mir – mal wieder – als ich beim Digitalen Augenblick den Blogbeitrag über die Bilder-Box von PosterXXL las. Da der Übergabetermin für die Fotos des letzten Hochzeitspärchens bevorstand und ich spontan entschied, den beiden einen Satz dieser Retrobilder zu schenken, wurden in Lightroom schnell 25 Schwarzweiß-Fotos aus der Hochzeitsreportage ausgewählt und exportiert. Die Ausrichtung der Fotos und der Upload gingen sehr einfach und schnell von der Hand. Genauso schnell klappte dann auch der Versand, sodass ich die Box pünktlich verschenken konnte.

Und was soll ich sagen? Sie waren genauso begeistert wie ich. Geliefert werden die Bilder in einer hübschen Box. Bei den Fotos selbst hat man die Wahl, ob man den unteren weißen Rand mit Text bedruckt oder frei lässt. Man kann die Bilder aber auch im Hochformat statt quadratisch aufdrucken lassen; dann bleibt kein breiter Rand unten. Auch bei den Rahmen um die Fotos hat man die Wahl zwischen verschiedenen Varianten und wenn man will, kann man sogar jedes Bild einzeln ändern und muss nicht die gleiche Ausrichtung und Gestaltung für die ganze Serie übernehmen. Nichts zu meckern gibt es auch bei den Kosten: Insgesamt 50 Fotos für nicht mal 10 Euro – hier passt das Preis-Leistungs-Verhältnis auf jeden Fall!

Ich habe dann direkt eine weitere Box zusammengestellt und geordert, um sie an liebe Freunden zu schenken, deren Hochzeit ich ebenfalls begleiten durfte. Auch hier waren Bestellvorgang und Lieferung wieder top und auch diese beiden haben sich total über diese tolle Idee gefreut. Schön, wenn man etwas hat, was noch nicht jeder kennt. Danke, dass ich mich auch diesmal wieder bei deinem Blog bedienen durfte, Jörg 🙂

Zum Abschluss noch drei Bilder von der Box bzw. den Fotos.

Bilder-Box1

Bilder-Box3

Bilder-Box2

„Mondfinsternis“, „Blutmond“, „Supermond“,… Das waren die Schlagworte gestern in den Nachrichten und vor allem beim Wetterbericht. Nach kurzem Zögern und Hadern, ob ich wirklich mitten in der Nacht aufstehen möchte oder doch lieber noch bis 2033 warte, war der Fotorucksack gepackt und der Wecker gestellt.

Und was soll ich sagen? Es hat sich gelohnt. Um kurz nach vier baute ich mein Stativ außerhalb der Stadt auf und begann mit den Aufnahmen.

Die besten Ergebnisse erzielte ich mit den folgenden Einstellungen im komplett manuellen Modus:

  • Brennweite 200mm
  • Spiegelvorauslösung
  • Funkfernauslöser
  • manuelle Fokussierung
  • manuelle Belichtung (Daten habe ich jeweils unter die drei Bilder geschrieben)

Ca. eineinhalb Stunden und 70 Fotos später, war ich durchgefroren genug, um mich wieder auf den Heimweg zu machen und Lightroom anzuwerfen. Mangels Konverter und längerer Brennweite, musste ich natürlich schneiden. Die drei folgenden Bilder sind alle 100% Crops, da bietet die D800 mit ihren 36MP zum Glück genug Reserven. Bis aufs Schneiden habe ich aber keine Regler bewegt. Also Out of Cam sozusagen 🙂

MoFi201509_1
1 sek; f/4; ISO 500

MoFi201509_2
0,6 sek; f/5,6; ISO 500

MoFi201509_3
0,5 sek; f/5,6; ISO 500